image
Ich stehe Ihnen bei Fragen und Terminvereinbarung
gerne zur Verfügung.

Mobil: +49 (0)172 243 44 88
E-Mail: info@dr-matejic.com
Search
 

News

Aktuelles aus der Welt der Schönheitschirurgie

Plastische Chirurgie versus Ästhetische Chirurgie im Wandel der Zeit

Was fällt Ihnen spontan ein, wenn Sie den Begriff „Plastische und Ästhetische Chirurgie“ hören?
Denken Sie vielleicht: Plastische Chirurgie, ist das nicht nur etwas für Models und Millionäre? Es ist Falsch!
Fällt Ihnen dabei neben der Ästhetischen auch die Rekonstruktive-, Verbrennungs- und Handchirurge an, dann sind Sie gut, sehr gut sogar.

Die Behauptung, „Die Genialität der Schöpfung ist unüberbietbar“ ist unumstritten richtig und dennoch ist es mittlerweile 530 Jahre her, dass jegliche Korrektur des gottgegebenen Äußeren, als Blasphemie und Frevel angesehen wurden. Die Zeiten haben sich geändert, die moderne Plastische Chirurgie blickt auf ein stolzes Alter von über 530 Jahren zurück.

Ihre eigentliche Geschichte ist sehr spannend und beginnt vor über 2800 Jahren in alt indischer Heilkunde, im Jahre 800 v. Chr. als die alle ersten formwiedergebenden Eingriffe statt fanden. Definiert wurde sie erst später als die Chirurgie der angeborenen und erworbenen Defekte von Form und Funktion. Der Terminus „Plastische“ bedeutet „Formende“ und stammt aus dem „Handbuch der Plastischen Chirurgie“ von Eduard Zeiss aus dem Jahre 1838.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert die Gesundheit als ein vollkommenes physisches, psychisches und soziales Wohlbefinden.

Durch die Befreiung der Medizin von der Philosophie und der Orientierung nach der Forschung sowie des allgemeinen Aufbaus des Wissens, wurde die Erkenntnis, dass zur allgemeinen Gesundheit und Wohlbefinden auch eine intakte Funktion der äußeren Erscheinung gehört, deutlicher. Aus dieser Erkenntnis ist die Plastische Chirurgie entstanden. Sie hat sich in den Jahrhunderten, in denen sie praktiziert wurde, nicht nur als methodisch orientiertes Fach, sondern auch als eine Domäne, die immer etwas mit dem Zustand der Gesellschaft zu tun hat, entwickelt.

Die Ästhetische Chirurgie ist ein Teil der Plastischen Chirurgie die sich alleine mit der äußeren Erscheinung befaßt. Die Eingriffe der Ästhetischen Chirurgie sind ausschließlich durch den Wunsch des Patienten bestimmt. Übersetzt man den Terminus „Ästhetik“ neigt man dazu, so etwas wie „Verschönerung“ zu verstehen und schon spricht jeder von „Schönheitschirurgie“ die es im eigentlichen Sinne gar nicht gibt. Diese Bezeichnung hat das Gewollte weitgehend verfehlt.

Die begriffe wie „körperliche Intaktheit, Schönheit und Jugend“ wurden maßgebend für die Effizienz eines modernen, schnellebigen Menschen. Die Märchenfrage „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die schönste im ganzen Land“ wurde immer lauter. So wurde ein „Eldorado“ erschaffen wo sogenannte „kosmetische Chirurgie“ mit unärztlichen Handel den Aufwind fand. Die Gefahr bestand, das die eigentliche Plastische Chirurgie als „Kosmetik mit Skalpell“ degradiert wird. Als Gegenpol dieser medienreifer Entwicklung wurde noch 1968 eine Vereinigung der Plastischen Chirurgen (vormals VDPC jetzt DGPRÄC) gegründet , die sich zu Aufgabe gemacht hat die Patienten vom Pfusch und bloßer kosmetischer Dienstleistung durch Aufklärung im Schutz zu nehmen und plastischchirurgische respektive ästhetischchirurgische Tätigkeit auf hohem Niveau zu halten.

Jedes Jahr lassen sich weltweit über 3 Millionen Menschen mit Hilfe eines Plastischen Chirurgen ihr Aussehen verbessern und entweder angeborene oder erworbene, ästhetisch störenden Veränderungen korrigieren. In Deutschland liegen die Schätzungszahlen der ästhetisch durchgeführten Eingriffe bei Frauen weit über 100.000 pro Jahr. Die Anzahl der Männer liegt bei 20.000 pro Jahr. Tendenz steigend.

Die Schönheitsideale haben sich im Laufe der Zeit sehr verändert. Die Maxime: „de Gustibus non disputandum est“ gilt mehr den je. Begonnen hat das eigentlich noch viel früher. Die griechische Kultur entdeckte die körperliche Wohlgestallt und erbrachte ein eigenes Schönheitsideal. So entstand die antike „Proportionslehre“. Aus der „Proportionslehre“ entstand die antike „Schönheitslehre“, die, die Forderung nach Harmonie und Ästhetik folgendermaßen definiert: „Vollkommene Schönheit baut sich auf vollkommener Gesundheit und auf dem vollkommener Ausbildung aller Anlagen auf, die, die Natur in den menschlichen Organismus gelegt hat“.

Die gestalterischen Begriffe körperlicher Intaktheit, Schönheit und Jugend prägen im wesentlichen das subjektive Empfinden jedes einzelnen Menschen, der vom Plastischen Chirurgen Hilfe gepaart mit Erfolg erwartet. Deswegen liegt die wesentliche medizinische Aufgabe eines ästhetisch tätigen Plastischen Chirurgen in der Aufklärung des Patienten. Dazu gehören Risikoabschätzungen, Komplikationsdarstellungen sowie Erfolgserwartungsgespräche, die ausreichend zeitversetzt vor dem geplanten Eingriff stattfinden sollen. Die subjektive Entscheidung zur Operation muß frei von sozialbedingten, ökonomischen und psychischen Zwängen verstanden werden und bleibt dem Patienten überlassen. Die strengen Maßstäbe der Indikationsstellung müssen besonderes hier deren Anwendung finden.

Trotz lebhafter Eigendynamik der Ästhetischen Chirurgie ist sie im eigentlichen Sinne ein Pfeiler der Plastischen Chirurgie geblieben, bei der ganz besonders, ja fast extrem ein spezielles Wissen, Können und Erfahrung gefordert werden. Als Arzt soll der Plastischer und Ästhetischer Chirurg autonom bleiben, seine Verantwortung gegenüber der Natur und der Gesellschaft wahrnehmen und in der Lage sein durch seine Persönlichkeit und sein Wissen den paramedizinischen Reklamen und Desinformationsschwämmen entgegenzutreten, um die Patienten vor Unheil zu schützen.

Kennen Sie den Unterschied zwischen einen allgemeinchirurgischen Patienten und einen, dem ein Plastischer Chirurg begegnet ist?
Also, ein allgemeinchirurgischer Patient kommt zum Chirurgen in der Hoffnung, dass es ihm gesagt wird, dass keine Operation notwendig ist, wobei ein plastischchirurgischer Patient hofft, dass er einer Operation unterzogen werden wird.

Und nun stellt sich die Frage, was alles die moderne Äasthetische Chirurgie kann?
Die häufigsten Eingriffe am Kopf sind: Korrektur der Schlupflieder, Facelifting, Nasenkorrektur, Haartransplantation, Ohren Anlegen, Botoxtherapie und Faltenunterfutterung, Lasertherapie
Die häufigsten Eingriffe am Körper sind: Brustvergrößerung, Brustverkleinerung und Bruststraffung, Bauchstraffung, Liposuktion am Bauch, Gesäßvergrößerung und Straffung, Bodylifting.
Die häufigsten Eingriffe an den Extremitäten sind: Liposuktion, Innenoberschenkelstraffung, Wadenvergrößerung, Oberarmstraffung

Und so gilt heutzutage immer noch die Maxime: „das schöne muß gefördert werden, denn wenige stellen es dar und viele bedürfen es“.

Am 14.10.1958 erklärte Papst Pius der 12.: „Wenn wir die physische Schönheit in ihrem christlichen Licht betrachten und wenn wir die von der Sittenlehre gegebenen Bedingungen respektieren, dann steht die Ästhetische Chirurgie, in dem sie die Vollkommenheit des großen Werkes der Schöpfung, des Menschen, wiederherstellt, nicht im Widerspruch zum Willen Gottes“.

Die Schönheit, die der Plato hinter der Gesundheit aber vor Glück stellt ist schlecht definiert. Was ist Schönheit? Was sagen Bücher? Lexika? Philosophen? darüber werden Sie unsere Experten aus der „Perl of Aesthetic“, Privatklinik für Ästhetische und Plastische Chirurgie im Breidenbacher Hof in Düsseldorf in unserem nächsten Magazin informieren.

Dr. med. Branislav Matejic
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Facharzt für Chirurgie / Handchirurgie
Email: dr.matejic@online.de
Mobil: +49172 243 44 88

ÄSTHETISCHE UND REKONSTRUKTIVE BRUSTCHIRURGIE

Foto: ©olly - Fotolia.comDie Anatomie der weiblichen Brust stellt ein äußerst komplexes System einer Milchdrüse mit Außensekretion dar, die zum großen Teil aus Fett- und Drüsenzellen aufgebaut und mit unzähligen Milchkanälchen versehen ist. Ihre Form und Größe ist von vielen Faktoren abhängig, z. B. menstrueller Zyklus, Schwangerschaft, Alter, Bindegewebestruktur, Fetthaltigkeit des Körpers, Adipositas, Lebenswandel, genetische Faktoren, Nikotinabusus, Krankheiten oder hormoneller Status einer Frau.

2010-02-Schoenheit2Die Milchkanäle münden in die Brustwarze, die eine Normgröße von ca. 0,5-1,2 cm aufweist. Eine Änderung des Brustwarzenbaus bis hin zur Schlupfwarzenform ist keine Seltenheit. Der Brustwarzenhof ist mit sog. „Mortgagni-Knoten“ versehen, weist eine Normgröße von ca. 4,2-5,0 cm im Durchmesser auf, hat eine zentrale Lage an der Brust, rundet die Warzenform ab und hat keine nennenswerte Funktion, außer dem Säugling den Weg zur Nahrungsquelle zu ebnen. Die Brust ist mit sog. „Cooperschen Bändern“ mit der Haut verbunden und liegt auf dem großen Brustmuskel auf. Die europäische Normgröße der weiblichen Brust entspricht Körbchengröße B-C.

Die weibliche Brust ist aber auch ein sexuelles Organ, das die Aufmerksamkeit und das sexuelle Interesse eines Mannes weckt und für die kopulationsbedingte Erregung sorgt. Laut Statistik gibt es viele Gründe, warum Männer Frauen mit großen Brüsten bevorzugen, aber der wichtigste scheint die Sexualität zu sein. Die moderne Zeit fordert eine leistungsorientierte Frau und lässt die Prämisse, dass Schönheit von Innen kommt, in Vergessenheit geraten. Die Gesellschaft wird immer noch als Männerdomäne gehandelt, getrieben durch Medienberichte, die den Geschmack für das Schöne diktieren, und dieser Geschmack neigt zweifelsohne zu großen Brüsten hin.

Um einen Verlust des Selbstbewusstseins zu umgehen, Minderwertigkeitsgefühle zu unterbinden, nicht ausgelacht, gedemütigt oder blamiert zu werden, passt sich die moderne Frau diesen Anforderungen nicht nur durch Anti-Aging-Anwendungen, oxidative Anti-stress-Therapien, Fitness, extra Pflege, kosmetische Behandlungen, hormonelle Hauttherapien, Diäten, Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen-Einnahme, Beauty-Food u.s.w. an, sondern sie geht noch einen Schritt weiter und wagt effektiv, das Heilen mit dem Skalpell zu akzeptieren.

Zum Glück existieren in der modernen Plastischen und Ästhetischen Chirurgie Behandlungen und Methoden, die sehr wirksam sind, um die Eigenschaften der Brust (z. B. Festigkeit, Größe und Volumen) zu verbessern.

WAS WIRD VON EINER „SCHÖNEN BRUST“ ERWARTET:

Normalerweise hält man eine perfekte Brust für fest, rund und voll, von mittlerem bis etwas größerem Umfang, die in der seitlichen Ansicht steigende Anrisse von oben auf bis zu der Brustmitte hin und ab dort in umgekehrtem Sinne zeigt, eine zentral und mittig liegende Mamile aufweist, die eine Normgröße bis zu 1,2 cm nicht übersteigt und mit einer nicht mehr als 5 cm im Durchmesser großen Areola umschlossen ist. Sie ist mit einer zarten, glatten Brusthaut versehen, die keine hängende Tendenz sowie keine Asymmetrien aufweist.

Die Ästhetik wurde schon 1773 von Baumgarten definiert als „Die Lehre von den Gesetzen des guten Geschmacks, der Kunst und des Schönen“. Jedes Jahr lassen sich weltweit viele Mio. Menschen mit Hilfe eines plastisch-chirurgischen Eingriffes ihr Aussehen verbessern und die ästhetisch störenden Veränderungen korrigieren.

Nach Statistik der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) und der Vereinigung der Deutschen Ästhetischen Plastischen Chirurgen (VDÄPC) wurden 2005 in Deutschland 660.000 Behandlungen, im Jahr 2008 bereits über 870.000 Behandlungen (Tendenz steigend) durchgeführt.

Die Operationen an der Brust sind nicht nur ästhetisch bedingt, sondern stellen, insbesondere bei Brusttumoren, auch eine rekonstruktive Herausforderung dar, die wiederum eine medizinische Indikation mit sich bringt, und fordert nicht selten, aufgrund der Tatsache, dass ein freier Gewebetransfer zum Aufbau des verlorenen Brustgewebes notwendig ist, gute Kenntnisse der Mikrochirurgie. Die Anzahl der Brustoperationen, die alleine von ausgebildeten Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie in demselben Jahr wie o. g. durchgeführt wurden, betrug 160.000. Die Eingriffe an der Brust, die von anderen Fachgebieten durchgeführt worden sind, sind nicht erfasst.

Die ästhetische Brustchirurgie alleine beinhaltet: Brustvergrößerung (Augmentation), Brustverkleinerung (Reduktion) und Bruststraffung.

BRUSTVERGRÖSSERUNG (AUGMENTATION)

Die Brustaugmentation ist nach der Fettabsaugung eine der am häufigsten durchgeführten ästhetischen Eingriffe am weiblichen Körper. Ein voller Busen ist der Inbegriff der Weiblichkeit. Ziel der Operation ist es, eine Brust zu formen, die in Form und Größe mit der Körperanatomie synchronisiert. Prinzipiell liegt bei einer Brustvergrößerung sehr häufig eine ästhetische Indikation vor und wird von den Krankenkassen nicht getragen. Eine medizinische Indikation (Kassenleistung) kann bei krankhaften Entwicklungen der Brustdrüse, wie Asymmetrien oder bei gänzlichem Fehlen der Brust (Aplasie) bzw. durch eine Erkrankung bedingter Verlust oder Teilverlust der Brust (bei Tumoren o.ä.) zustande kommen.

In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch, das einige Tage vor der Operation stattfindet, werden alle Fragen der Patientin beantwortet. Sie wird über alle Details des operativen Eingriffes genauestens in for miert. Die Zugangswege, die Lage des Implantates, sowie die Größe und Form der Brustprothese werden passend und entsprechend der vorgegebenen anatomischen Brustform der Patientin ausgesucht. Alle Pro´s und Kontra’s, die für eine Entscheidung notwendig sind, werden mit der Patientin erörtert.

Abb. 1Die Zugangswege für das Einbringen eines Implantates in die Brust sind: durch die Hautumschlagfalte unter der Brust, am Rande der Areola und durch einen Schnitt in der Axelhöhle. Am häufigsten wird der Weg durch die Schnittführung unter der Brust gewählt. Der Grund dafür ist, dass die Brustdrüse bei diesem Zugang (Abb. 1 rechts) am wenigstens verletzt wird.

Die Lage des Implantates kann entweder unter der Brustdrüse (Abb. 1 Mitte) oder unter dem Brustmuskel sein (Abb. 1 rechts).

Die Lage des Implantates unter dem Muskel wird bei den Frauen mit ganz wenig Fettgewebe gewählt, da durch den Muskel eine bessere Deckung des Implantates gewährleistet wird. Andererseits ist eine natürlichere Form der Brustdrüse durch ein unter der Brustdrüse und über dem Muskel liegendes Implantat zu erzielen. Diese Vorlage des Implantates ist nur bei ausreichendem Weichteilmantel (subkutanem Fettgewebe) möglich. Die korrekte Positionierung der Implantate erfolgt in einer halb sitzenden Lagerung der Patientin.

Abb.2Das Aussuchen des „richtigen“ Implantates ist sehr wichtig. Es gibt Silikon gefüllte und Kochsalz gefüllte Implantate. Diese können wiederum einlumig oder doppellumig sein. Die Einlumigen sind für sog. Einfach-Augmentationen und zum Verbleib im Körper vorgesehen. Die Doppellumigen werden meistens zum Ausgleich einer Asymmetrie (Ungleichheit der Brustgrößen) verwendet.Weiterhin gibt es Implantate mit rauer und glatter Oberfläche, runde und anatomisch geformte, die wiederum ein niedriges, ein mittleres oder einen hohes Profil haben können. Es gibt Implantate mit flüssigem Silikon, die eine weichere Konsistenz haben, und Implantate mit festerem Silikon (Abb. 2), die eine festere Konsistenz aufweisen.

Aus Sicherheitsgründen empfehlen sich Silikonimplantate mit festem Silikon und einer speziellen Verkettung der Faser, die kein Auslaufen von Silikon (Silikon-bleeding) erlauben.

Die Kombination mancher dieser Eigenschaften ergibt bei guter Wahl den entsprechenden ästhetischen Befund. Am häufigsten werden anatomisch geformte Implantate mit rauher Oberfläche und kohesivem Gel genutzt, sog. „No-bleeding Prothesen“, die einkammerig sind und eine moderate Länge bei hoher Projektion haben. Die Operation wird unter Vollnarkose und stationär (1-2 Tage) durchgeführt.

Die ambulante Betreuung erstreckt sich auf weitere 10 Tage, wobei nach Entfernung der Fäden ein speziell angepasster BH für einen Zeitraum von bis zu 3 Monaten getragen werden muss. Körperliche Belastung und Sport sollten für mindestens 4 Wochen vermieden werden.

Das Endresultat ist erst nach 12 Wochen zu erwarten.

Neben allgemeinen chirurgischen Komplikationen kann (in 4-8 % der Fälle) als spezielle Komplikation Kapselfibrose auftreten. Mit 7 Tagen Arbeitsunfähigkeit muss nach dem Eingriff gerechnet werden. Die Kosten für eine Brustvergrößerung liegen zwischen 6.000 und 7.500 Euro.

Fall 1

Fall 2

BRUSTVERKLEINERUNG

Eine normal ausgewachsene Brust wiegt ca. 500 Gramm. Eine hyperplastische Brust kann auch 2 kg und mehr wiegen. Häufig entsteht ein voluminöses Brustwachstum (Mammahyperplasie) bereits in der Pubertät. Meistens spielt ein hormoneller Schub oder eine genetische Prädisposition eine Rolle. Das kann zu seelischen Belastungen wie Unsicherheit, Kontaktarmut und Minderwertigkeitsgefühlen führen. Das hohe Gewicht der Brust kann Behinderungen beim Sport und in der Freizeitgestaltung mit sich führen. Auch Wirbelsäulen- und Schulterbeschwerden sind keine Seltenheit.

Brustverkleinerung wird nicht selten als Kassenleistung anerkannt. Bei einer zu entfernenden Volumengröße über 500 Gramm oder bei einer Reduktion, die ein, oder noch besser zwei Körbchengrößen beträgt, lässt sich der medizinische Dienst der Krankenkasse meist problemlos auf ein Gespräch ein. Allerdings darf keine Übergewichtigkeit vorliegen. Eine gutachtliche Stellungnahme des Orthopäden, Gynäkologen oder Hausarztes kann weiter helfen.

Der richtige Zeitpunkt für die Brustverkleinerung ist gekommen, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist. Bei jüngeren/heranwachsenden Frauen ist die Operation nur unter bestimmten, strengen Bedingungen zulässig.

Ist die Entscheidung für die OP getroffen, wird einige Tage vor dem Eingriff ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit der Patientin geführt. Die Vorbereitung für eine Brustverkleinerung ist etwas aufwendiger als die für die Brustvergrößerung, eine Mammographie zum Ausschluss von Knoten in den Brüsten sollte in jedem Falle durchgeführt werden.

Mit der Patientin wird die exakte Schnittführung besprochen. Die postoperativen Narben – abhängig von der Brustgröße – sollen nur minimal sichtbar bleiben.

Prinzipiell wird eine Narbe um den Warzenhof gelegt, die senkrecht hinunter bis zur Brustumschlagfalte führt und dort mit einer kleinen horizontalen Narbe (in Form eines umgedrehten „T“`s) endet. Auch diese Operation wird immer unter Vollnarkose und unter stationären Bedingungen (mind. 1-3 Tage) durchgeführt.

Komplikationen, die entstehen können, sind – abgesehen von den allgemeinen chirurgischen Komplikationen: gestörte Empfindlichkeit der Mamille (Brustwarze), unregelmäßige Mamillenform, Teilverlust der Mamille und Asymmetrie der Brüste. Der Eingriff dauert 3-5 Stunden.

Die postoperative, ambulante Betreuung erstreckt sich auf einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen und sollte vom operierenden Arzt persönlich vorgenommen werden. Von einer allgemeinen körperlichen Schonung und dem Vermeiden übermäßiger Belastung (Sport) ist in einem Zeitraum von 4 Wochen auszugehen.

Die Kosten des Eingriffes mit stationärem Aufenthalt belaufen sich – je nach der Größe der Operation – auf 7.000-9.000 Euro.

BRUSTSTRAFFUNG

2010-02-Schoenheit7Die Vorgehensweise bei Bruststraffung ähnelt der der Brustverkleinerung, so dass die Prinzipien für die intra-, prä- und postoperative Führung bei der Brustverkleinerung auch bei der Bruststraffung gelten. Die Bruststraffung ist allerdings weniger aufwändig als die Brustverkleinerung. Wegen der fehlenden medizinischen Indikation wird sie lei-der in den meisten Fällen von der Krankenkasse nicht getragen. Gegenüber der Schnittführung bei Brustverkleinerung wird bei der Straffung so wenig wie möglich Gewebe entfernt.

Mitunter bringt eine Bruststraffung mit Brustvergrößerung kombiniert das beste Ergebnis.

Die Komplikationspalette bei der Bruststraffung ist ähnlich, aber wesentlich kleiner als bei der Brustreduktion. Die Phase der postoperativen Erholung dieses sehr viel schonenderen Eingriffs ist entsprechend kürzer.

ÄSTHETISCHE CHIRURGIE DER BRUSTWARZEN

Das Aussehen der Brustwarzen ist häufig Grundlage zu Überlegungen, hier ästhetischchirurgisch einzugreifen, vor allem, wenn die sog. „Schlüpfform“ vorliegt. Diese eingefallene Warzenform ist meist angeboren, kann aber auch als Schwangerschaftsfolge auftreten. Eine funktionelle Störung liegt nicht vor.

Die Korrektur ist relativ einfach, die Milchkanäle werden durchtrennt und die Stabilisierung der neuen Warzenform mittels einer bestimmten Nahttechnik erreicht.

Diese Operation kann unter Lokalnarkose durchgeführt werden und bedarf keiner stationären Behandlung. Stillen ist nach diesem Eingriff nicht mehr möglich. Die Patientinnen sind schon am nächsten Tag arbeitsfähig. Die Komplikationsrate ist sehr gering. Die Kosten des Eingriffes belaufen sich auf ca. 2.500 Euro.

2010-02-Schoenheit8REKONSTRUKTIVE BRUSTCHIRURGIE

Es gibt viele Erkrankungen, z. B. das Mammakarzinom, die oder deren Behandlung zum Teil oder zum kompletten Verlust der Brustdrüse führen. In solchen Fällen kann die Plastische, Rekonstruktive Chirurgie mit mikrochirurgischen Techniken einer freien Gewebetransplantation helfen. Möglich ist der Aufbau mit eigenem Gewebe oder mit Fremdmaterialien. Beide Techniken sind ausgereift und geben gute ästhetische Resultate.

Der Aufbau mit eigenem Gewebe ist sehr aufwändig, kann 7-8 Stunden dauern und bringt fast immer ein lebenslang gutes Resultat. Fast immer kommen die Kassen hier für die Behandlungskosten auf. Wird mit Fremdmaterialien gearbeitet, sind die Eingriffe deutlich weniger aufwändig (1,5-2,5 Stunden OP), die Resultate aber auch weniger zuverlässig. Hier sind meist mehrere Eingriffe notwendig, um das gewünschte Resultat zu erreichen. Die Operationskosten können 15.000 Euro betragen.

Dr. Branislav Z. Matejic
Dr. med. Branislav Matejic
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Facharzt für Chirurgie / Handchirurgie.

PromiFlash zur Brust-Operation bei Love Island Star